Wenn einer einer Reise tut, dann hat er viel zu erzählen... So geht es uns im Moment. Wir haben so viele Eindrücke im Kopf, Gefühle schwirren herum und wir können es überhaupt nicht glauben, dass wir nun an der Algarve sind. In Portimão. Dort wo die Sonne haust.
| Gleich nach unserer Ankunft in Portimao erkunden wir die Strände. Mhhhhhh. |
| Sommer im Oktober. So stellen wir uns das vor. |
Von Lissabon nach Portimão sind es noch mal ca. 140- 150 Seemeilen. Also in etwa 250 km. Auf dem Weg dorthin könnte man noch an zwei schönen Orten halt machen. Eigentlich war das auch der Plan. Aber das Wetter wollte mal wieder nicht so wie wir. Wunderbarer Nordwind wehte entlang der portugiesischen Küste und der sollte nicht all zu lange anhalten. Auf Süd- oder Westwind hatten wir keine Lust, weil der dann schon mal eine Woche lang weht und dann hängt man wieder fest. Auf dem Weg an die Algarve kommt man dann auch noch an dem berüchtigten Cabo Sao Vicente vorbei. Das braucht man bei viel Wind nun überhaupt auch nicht.
Stefanie hat ja nun bekanntlich nicht so viel Lust auf unsere (mittlerweile) üblichen einen Tag und eine Nacht Trips. Ich habe dann gefühlte zwei Tage nachgedacht, wie ich sie denn überzeugen könnte, dass wir das nun doch an einem Stück durchziehen. So richtig hat das nicht geklappt... aber die Aussicht auf die Algarve und der günstige Wind hat sie dann doch ein ganz klein wenig überzeugt.
Also ging es gegen Mittag los. Freunde winken uns beim Losfahren - wir sehen uns wieder... in Portimão .. oder sonst wo. Am Anfang noch recht viel Schwell und hackelige Welle. Das wurde dann besser, je weiter wir rausgefahren sind. 6- 7 Knoten machten wir und es war dann doch richtig schönes Segeln.
| Lecker Frühstück "English Style" |
Wie das immer so ist... der Wind und Stefanie sind mit Einbruch der Dunkelheit eingeschlafen. Die Wellen bleiben natürlich da. Die sind nie so richtig müde. Und das waren dann auch richtig große und lange Wellen. Schön eigentlich.
| unser kleiner Kräutergarten ist immer dabei |
Eine Bedingung von Stefanie war, dass ich die Nacht durchmache. Weil - nachts schläft man ja (die Wellen wie gesagt nicht). Eine kleine Wache hat Stefanie dann doch gemacht. Ich habe dann mit 5 Minuten Schläfchen ganz gut durchgehalten. Ich war sowieso viel zu aufgeregt und mit Planung beschäftigt, wie wir nun um das Cabo Sao Vicente rumfahren. Zwei Möglichkeiten. Weiter weg, oder ganz nahe. Am Ende sind wir dann am späten Vormittag des zweiten Tages von weit draußen in einem spitzen Winkel direkt auf das Kap zugefahren. Und was war? Nichts war. Ein paar Strudel, ein paar konfuse Wellen... und das soll es gewesen sein?
| Cabo Sao Vicente voraus. Von Wind und Welle haben wir nichts mitbekommen. Zum Glück |
| Und so schaut das dann vom Boot aus. Ein paar Tage später stehen wir da oben und schauen hinunter. Ganz schön gewaltig. Und wenn man sich das so ansieht, dann sind da doch ein paar Wellen. |
Dafür haben wir dann auf der anderen Seite des Kaps ca. 25 knoten Wind bekommen. Aber das ist nun auch nicht so sehr schlimm. Und außerdem bringt uns das ja unserem Endziel erheblich schneller näher.
Das tolle an diesem Kap ist der Wechsel der Natur. Vorher: Atlantik, hohe Wellen, wilde Küste. Danach: Mittelmeergefühl. Sanfte Küstenlinie, Häuser schmiegen sich in die Berge, Segelboote mit badehosetragenden Menschen dümpeln herum. Warm wurde es plötzlich. Genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und dieser warme vom Land herwehendem Duft von Pinien und Kiefern! Betörend.
| Hier am Ankerplatz von Portimão haust die Sonne |
| Ewig lange Strände. Überall. |
| und dann rein zur Marina de Portimão. |
| Sundowner an der Beachbar und ab in die Koje. |
Die letzten Meilen fahren wir unter Motor. Der Wind war dann wieder weg. Rein nach Portimão in die Marina. Eingecheckt und einen super Liegeplatz bekommen. Hier bleiben wir erstmal. Bis auf letzte Woche, da waren wir wieder weg. Freunde von uns waren da und mit denen sind wir erstmal urlaubsmäßig segeln gegangen. Dazu später mehr.
Liebe Grüße von der Sonne und der Algarve. Euer Kosta.
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