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Valencia, ist die Erde der Blumen, vom Licht und der Liebe

da gibt es ein tolles Lied von Valencia; zu hören hier, gesungen von Placido Flamingo - äh Domingo oder in deutsch von Rudy Giovannini  lalalalalalalaaaaaaaaaaa

So, hasta la vista Còrdoba, buenos dias Valencia!!!

Aber das ist gar nicht so einfach.

Zuerst eine kleine Frühstückspause in einem kleinem Dörfchen am Rande der Landstraße: Almodóvar del Rio. War schön, lecker und günstig.



So kann man Straßenbegrenzungssteine auch aufwerten und sichtbar machen!

Neues vom Steg

Neues vom Steg: Das DING

Ein paar Wochen bevor diese komischhohen Wellen hier im Hafen ankamen, schwebte dieses seltsame Stück DING hier im Hafen durch.




Keiner wusste was es ist, keiner hatte sich darum kümmern wollen. So schwamm es dann ein paar Tage in unserem Hafenbecken herum. Hin und her getrieben von Ebbe und Flut.

Ich habe natürlich erstmal ein paar Fotos gemacht und dann der Marina Bescheid gegeben. Ein Marinero (für mich heißt das Hafenmitarbeiter. Ich weiß, auf spanisch heißt das Matrose. Ich könnt auch Marinaro sagen. Mal sehen) hat's dann mit dem Motorboot entfernt. Auch er konnte es nicht identifizieren. Meinte, es wäre aus einem Magen eines großen Tieres.

Seltsames DING. Es sieht so nach Eingeweiden viiiiieeeeeler Tiere aus. Aber es ist so exakt eckig. Ich meine auch den einen oder anderen dickeren Draht herausstechen zu sehen. Und warum schwimmt es? Und warum gehen die Möwen da nicht dran oder die Fische im Hafen?

Vielleicht wisst Ihr, was es sein könnte oder gar was es ist?

Sind Wir Sicher im Hafen?

Montag, 6. Januar 2014, sonniges Wetter, aber ordentlicher Schwell im zweiten Hafenbecken in der Marina in Portimão. Komisch das. War doch kein Jewitter in den letzten Tagen. Uns war auch nichts Ähnliches vom Atlantik bekannt. Das Jewackel war auch nicht witzig. Zeitweise standen wir auf dem Steg, um eventuelle notwendige zusätzliche Leinen an Boot und Stege anzubringen.


Ein Nachbar erzählte uns dann von unheimlich und ungewohnt riesigen Wellen vorn am Strand. Alles unter Wasser, Betonpier nicht mehr zu sehen.

DAS muss ich mir ansehen. Kamera geschnappt und nach vorn gewetzt. War leider schon Abenddämmerung – ich Depp denk erst jetzt dran, und nicht noch bei Tageslicht. Naja, wir werden sicher noch das eine oder andere Unwetter mitbekommen.

Hier ein paar Eindrücke. Leider dunkel und verschwommen. Nachtaufnahmen ohne Stativ sind nicht meine Stärke. Und der Blitz hätte auf diese Entfernungen nichts ausrichten können. Sorry. Somit bekommt Ihr nur eine vage Vorstellung von den Ausmaßen und Höhen der Wellen.

Da hinten kommt sie, die große Welle. Eine von vielen.

Kran und Taucher arbeiten unter Hochdruck



Da parken normalerweise Autos


Dieser Weg ist normalerweise höchsten mit Strandsand etwas verweht
und führt 400 Meter direkt zum roten Leuchtturm
In der Marina selber gab's in unserem Becken größere Schäden zu melden. Einen Steg weiter brachen drei Finger (Stegausläufer, wo die Boote zusätzlich festgemacht werden und wo man zum Boot ein und vom aussteigt). Hier haben die Marineros insgesamt vier Boote (2x Motor und 2x Segel) ins andere Becken verlegen, dort war es ruhiger und für die Größe der Boote sicherer. Das tut schon weh zu hören, wenn große, schöne Schiffe ohne Fender in regelmäßigen Abständen und bei einem Meter Schwell aufeinaner krachen. 







Der Besuchersteg ist ebenfalls abgebrochen. Dummerweise ist dort auch die Tankstelle. D.h. die Marineros haben bis spät in die Nacht mit Kran und Tauchern den Steg provisorisch festmachen müssen, damit die Dieselleitung nicht reißt.

provisorische Reparatur des Besucher- und Tankstegs























Der gegenüberliegende Steg ist ebenfalls abgerissen. War nicht ungefährlich, da der lose Teil auf die Boote trieb.

Da walten noch immer die Naturkräfte








Bei uns selber hielt sich der Schaden in Grenzen. Eine Pollerhalterung mit Holz verkleidet wurde durch das Schubbern der Festmacher regelrecht zerbröselt. Naja, jetzt wissen wir wenigstens, wie das von innen aussieht und aufgebaut ist.




ABER: Den größten Verlust hat die Kombüse zu vermelden: Zwei von unseren drei Kräutertöpfen sind über Bord gegangen!!! Da hab ich die von Vlissingen und von Guernsey bis hierher geschafft zu transportieren, zu pflegen und dann, im Hafen, da gehen sie unter. Was ist das DOOF!!!!! Hab auch überhaupt nicht daran gedacht, die mal in Sicherheit zu bringen. Nun, das werde ich verkraften.

Morgen kauf ich neue Pötte. Die werde ich dann an Deck festnageln! :-) Nein, krieg ich sonst Ärger mit dem Skipper, weil die dann mit Sicherheit beim nächsten Törn im Weg stehen.....

Auch Kooki (unser Beiboot) konnte den Verlust nicht aufhalten

Am nächsten Tag bei Tageslicht sah es am Strand und Umgebung dann so aus:


Jetzt ist viel Sand vom Meer herangespült worden

Die öffentlichen Toiletten und Umkleidekabinen wurden regelrecht wegegepült

Hier flaniert man normalerweise entlang zwischen Strandbar und der Restaurants

Von der Strandbar ist nicht mehr viel übrig
Und noch einen Tag später dann wieder so:



Bagger haben den Sand wieder an seine Stelle geschoben

fleißige Hände mit Schaufeln und allerhand Werkzeugs haben wohl
über Nacht alles sauber geschaufelt

Fast wie neu

Die letzten schuften noch

Die zwei vorderen Palmen waren ausgespült und umgefallen

Fleißig, die Portugiesen. Sehr fleißig.

Und die Surfer sind auch schon wieder im Wasser und in den Wellen verschwunden.....aber sie tauchen auch wieder auf.
























Nicht so, wie die Spanier, die am Montag am Strand spazieren gehen, mal eben einen Verdauungsspaziergang machen und dann nicht mehr zum Kaffee zurückkehren.

Ist das nicht seltsam? Mama, wir gehen mal eben ne Runde an den Strand......und sie kamen nie wieder......ein furchtbares Erlebnis für die Daheimgebliebenen!!!! Natürlich auch sehr riskant oder naiv oder dumm, bei diesem Wetter und DIESEN Wellen am Strand spazieren zu gehen, aber dennoch.......sehr tragisch das Ganze....ich denke noch immer an diese spanische Familie. Meine Gedanken sind bei den Zurückgebliebenen.

Als ich an dem Abend an dem Strand fotografiert habe, ich war wirklich weit weg, kam das Wasser bis zu meinen Füßen.....ganz leise, ganz flach zwar, aber immerhin. Ich habe es nicht bemerkt, stand sicher, aber ich war voll auf's Fotografieren konzentriert und war in eine ganz andere Richtung fixiert.....und da läuft mir das Wasser um die Stiefel. Tückisch, sehr tückisch. Ich bin dann lieber wieder zurück, war eh zu dunkel zum Knipsen.

An den nächsten Tagen war der Strand dann voll mit Muscheln und allerhand anderem Strandgut.

Zum ersten Mal fand ich dann endlich eine vollständige Riesenmuschel. Sonst gab's immer nur Splitter und Reste, so dass man nur eine Ahnung von der tatsächlichen Größe bekam. Und dann endlich ein ganzes!! Toll, ich freu mich. Allerdings denke ich, in der Karibik und den Bahamas lach ich dann über die vermeintliche Größe....da gibt’s wohl andere Kaliber. Egal, ich bin jetzt hier und hier findet man eben nur diese Exemplare am Strand.






Und ein paar andere schöne Naturgeschöpfe:




nicht ganz Natur, aber immerhin von Natur bewachsen



























Eine schöne Zeit wünschen

stefanie. & Kosta