Posts mit dem Label Portugal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Portugal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Neues Vom Steg - Wir Sind Noch Da

Heute nur ein kurzer Zwischenstand. Über unsere Sommer-Europa-Tour werde ich noch schreiben. Ja, wir sind immer noch auf dem Boot und da bleiben wir auch. Ist ja doch schön hier. In Portimao. Auch wenn zur Zeit jeden Abend wieder die laute Kirmesmusik des San Martinho Festivals zu uns rüberwabert und Sturm und Regen uns in Spaziergängen

Alles in letzter Minute

Entschuldigt bitte, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben bzw. geschrieben haben. Viel ist passiert, dabei viel Unschönes bezüglich des Bootes und dann mag man im Frust nicht schreiben. Andererseits war auch viel los, so dass Konzentration für einen Bericht nicht vorhanden war - genauso wenig wie Lust.

Die letzte Conchita vor Amerika

Ach nein, das heißt ja die letzte Wurst vor Amerika, ....nee, die letzte Bratwurst vor Amerika! Ja, da waren wir auch mal. Mit unseren Freunden und Crew der SY NIKITADie haben uns letztes Jahr in Portugal besucht und da mussten wir ja ein wenig Programm bieten.

Alles Teddy, oder was!?


Alles nur noch Teddy, oder was!?

Das könnte man meinen, dass es sich zur Zeit nur noch um Teddy dreht. Ganz so ist es nicht, es passieren auch genügend andere schöne und nicht so schöne Dinge hier in Portimão.

Ich gehe noch ein wenig zurück in den Februar. Genau einen Tag, bevor wir ins Tierheim sind, um uns diesen weißen Wuschel genauer zu betrachten, war die GORCH FOCK im Marinehafen von Portimão. Das war der 23. Februar 2014. Ich wollte da unbedingt hin und drauf. Wir hatten sie schon vom Strand aus gesehen 






und am nächsten Tag liegt sie im Hafen. Was für eine schöne Überraschung. (Ich verfolge nicht gerade regelmäßig die Routen und Zeiten der GORCH FOCK, so dass es eben eine Überraschung für uns war.) Nun denn, ein paar Briten berichteten dann auch, dass es sogar einen Besuchernachmittag gibt. Wow, ich soll life und in Farbe auf der GORCH FOCK sein. Also auf auf, nächster Tag, pünktlich wie die deutschen Handwerker - es waren noch jede Menge anderer deutsche “Handwerker” in der laaaaangen Besucherschlange :-) - standen wir nun auf dem Areal der portugiesischen Marinekais in Portimão.




Uih, was für ein Boot, nein Schiff! So riesig! Und soviel schönes Holz und Messing und Chrom und Stahl verarbeitet und gepflegt. Geputzt und gewienert haben die da. Also ich war beeindruckt. Echt jetzt. Vielleicht kann man die Größe und die Ausstattung auf den Photos ein wenig nachempfinden.

Ein paar Fragen an diverse Sicherheits- und Kontrollposten hab ich mich auch getraut zu stellen.
  • Wie lange bleiben die Offiziersanwärter (OA) an Bord?
------Mmmmhhh, waren es jetzt 7 oder 9 Wochen?

  • Was lernen die da genau?
------einfachste Segelbegriffe und Manöver. Was ist Steuer-, was ist Backbord, was sind
       Tampen, wo sind Bug und Heck und so weiter und so fort....also wirklich alles sehr von Anfang
       an.

  • Was ist, wenn einem schlecht wird? Muss man dann trotzdem hoch in die Takelage zum Segel setzen?
------Nein, wem schlecht wird, wird nicht befohlen da rauf zu klettern.

  • Was kommt danach?
------Danach kommen die meisten OA auf ein Schiff der “grauen” (Flotte) Seekreuzer, Fregatten
       etc. pp

  • Was passiert nach den 7/9 Wochen?
------Dann geht die erste Truppe von Bord und die nächsten steigen auf und es gibt einen neuen
       Törn, wo wieder alles von vorne beginnt.

Mmmmhhhh, klingt doch irgendwie alles ein wenig nach Seefahrerromantik, oder nicht?

Natürlich gab es wieder Deutsche, die die herumstehenden OA nach dem Vorfall mit der tödlich verunglückten OAin angesprochen und befragt haben. Als ob die nach den Jahren was wüßten und selbst wenn, als ob sie den Touris Interna erzählen dürften!!! Mann, manchmal ist es echt peinlich diese dämlichen Fragen mitbekommen zu müssen.....

Nun denn, ich lass mal die Photos für sich sprechen:







Diese Schalttafel gibt es an Steuerbord und Backbord.

Was eine beneidenswert schöne Teakholzverarbeitung



Auch den modernen Sicherheitsvorschriften muss Folge geleistet werden.


Bei so vielen Besuchern gibt es leider keine "leeren" Photos. Irgendeiner läuft immer durchs Bild....

...oder hockt ewig lange da rum. 

ganz schön hoch


Kosta hat es auch gefallen.

Möchte wissen, was der gerade denkt.... :-)

Schaltzentrale - Navigationsraum

Für die Sicherheit und Rettung der Crew ist gesorgt.

Schöne deutsche Wertarbeit!



Die alten Seebären im Fachgespräch.


Kombüsenausstattung

Echt riesig das Schiff!




Huch, da gibt's doch tatsächlich eine Roststelle! Eieieiei....

Ganz schön dicke Ankerkette, irre.

Und noch mehr Rost! Aber das waren wirklich die einzigen Stellen!!


Eine schöne Gallionsfigur.


Ein prachtvolles und für mich (Stefanie) beeindruckendes Schiffchen!

Die Fahne ist so groß wie ein Bettlaken. Und nein, ich (Stefanie) muss mich da nicht drin wälzen. :-)

Stefanie ist glücklich, auf der GORCH FOCK gewesen zu sein!



Und als wenn es nicht genug wäre, auf dem Boot alles zu besichtigen, schweiften meine Augen hinüber zum anderen Ufer und was erblicken da meine entzündeten Augen?






Was ein Schätzchen! Aber was ist es genau?
Nach langer Internetrecherche ist es mir dann endlich gelungen: Ein Setra-Kässbohrer S6 Bus. Eine nette Alternative zum VW T1 "Bulli", nicht wahr?

So, und ab nächste Woche sind wir dann auf kleiner Europatour mit dem Auto bis an den Gardasee und wieder zurück unterwegs. Wie das war, werden wir dann auch wieder hier auf diesem Kanal erzählen.

Bis dahin seid lieb gegrüßt, schönen Sommer, schöne Ferien und Urlaub wünschen Euch
Stefanie, Kosta und Teddy             

Leben Wie Königs In Portugal!

Dieses mal keine langen Geschichten, dafür aber ein kleiner Rückblick der letzten drei Wochen als Geschichte in Bildern. Ein Tag in Lissabon, der auch irgendwie mit einem Kreuzfahrtschiff zu tun hat, unsere neue Wohnung, Ikoko ist nun endlich auf dem Trockenen und wir dürfen wieder arbeiten. Natürlich auch einiges Neues von Teddy, dem Seehund. 

Klickt einfach auf das erste Bild und klickt Euch durch die Geschichte. 
...
...



Grüße von Kosta, Stefanie und Teddy.

Hurra, wir leben noch ...

... und das ziemlich gut. Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten... sagt man das nicht so? Fast zwei Monate haben wir nichts mehr geschrieben, obwohl so viele Dinge passiert sind. Die haben allerdings nicht viel mit Segeln zu tun und deswegen dachten wir uns wir machen mal eine Pause.

Wir sind immer noch in Portugal, Ikoko schwimmt fröhlich in ihrer Box in der Marina in Portimao und im Großen und Ganzen führen wir hier ein fast normales Leben. Wir arbeiten (nichts so schön), wir treffen uns mit Freunden (sehr schön) und manchmal fahren wir auch mit dem Dinghy an einen der wunderbaren Strände. Das Wetter ist nämlich ziemlich sommerlich geworden und das Leben orientiert sich wieder mehr nach draußen. Manchmal brauchen wir morgens, bevor die Sonne aufgeht noch eine Jacke. Aber ansonsten lautet der Dresscode: FlipFlops, T-shirt und Shorts.

Ausflug an einen der Strände an der Westküste der Algarve


Am Anfang der zweimonatigen Schreibpause hatten wir tatsächlich einen Grund nicht zu schreiben. Unseren pupsenden Seehund Teddy. Der dachte, dass er die ein oder andere Nacht - meistens gegen 3 Uhr - mal eine Runde gehen muss. Entleerung im großen Stil stand dann auf dem Programm. Haben wir alles mitgemacht. Besser draußen als drinnen, dachten wir uns :-). Das führte dann dazu, dass wir wieder den Mittagsschlaf einführen mussten. Mein Gott, wir waren richtig fertig. Zum Glück hat sich das jetzt alles beruhigt und wir stehen für gewöhnlich "nur noch" gegen 6:30 auf. Tendenz "später werdend".

Wann gibt's was zu essen?


Apropos Teddy: Wir lieben ihn und sind richtig glücklich, dass er bei uns ist. Manchmal könnten wir uns natürlich schon die Haare raufen, oder lieber die seinen. Aber das ist eher selten. Unser pupsender Seehund hat sich nämlich richtig gut eingelebt. So sieht man uns während des Tages des Öfteren mit dem schwarzen Eimer und einer Bürste unserem Teddy hinter her hecheln. Immer auf der Suche nach dem Haufen, den wir dezent mit einem Schwall Wasser von den Schwimmstegen waschen. Kurz mit der Bürste drüber, noch mal waschen und ab geht es zum nächsten Haufen. Der Rekord liegt momentan bei 12 mal am Tag. Da hatten wir ihm aber unwissentlich zu viel zum Essen gegeben.

Nach dem Essen ist putzen angesagt


Ansonsten spielt Teddy gerne an Deck... meisten mit anderen Dingen als seinen Spielzeugen, liegt faul im Cockpit oder auf der Badeplattform rum, oder aber auch gerne unter dem Tisch im Salon, wenn wir beide am Computer sitzen. Bislang lebt er auf dem Boden. Also nichts mit im Bett schlafen oder auf der "Couch" (außer natürlich im Cockpit - aber das geht ja nicht anders). Teddy macht mittlerweile recht zuverlässig "Sitz", manchmal auch "Platz" (wenn wir "Sitz" sagen) und ab und zu, wenn er richtig gut drauf ist, gibt er uns "High Five". Schwimmen kann er auch richtig gut. Danach schaut er aus wie ein Perwollkuschelbär. Dinghy fahren ist wohl seine Lieblingsbeschäftigung. Tagsüber finden wir ihn manchmal dort beim chillen. Der Blick sagt dann alles: "Wann geht es los zum Strand?"



Ein paar Problemchen haben wir noch mit seiner Angst. Keiner weiß, was in seinen ersten 6 Lebensmonaten mit ihm passiert ist. Er hat vor Menschen Angst und vor allen Dingen vor Männern. Fahrräder sind ihm auch nicht geheuer, Kinder und Surfbretter auch nicht. Anfangs konnten wir mit ihm überhaupt nicht aus der Marina gehen. Der ganze Hund war nur noch ein zitterndes Häufchen Elend. Mittlerweile geht es besser. Er mag zwar immer noch nicht aus der Marina raus, aber wenn er dann mal draußen ist, dann läuft das richtig gut. Das Schlimmste (für uns) ist aber die Bellerei. Fast jeder, der am Boot vorbei läuft, wird erstmal ausgiebig angebellt. Die, die er kennt, werden schwanzweldelnd begrüßt. Am Strand rennt er dann auch schon mal 200 Meter, um irgendeine wildfremde Person zu verscheuchen. Das müssen wir noch lernen. Wahrscheinlich liegt es an unserer eigenen Nervosität.

Genug vom Hund.

Westliche Algarve


Wie erging es uns in den letzten Wochen und was sind die Pläne für die nächste Zeit? Tja, was soll man viel machen, wenn man tagsüber arbeitet und einem nur das Wochenende bleibt? Auch nicht viel mehr als wo anders. Wir haben ein paar liebe Freunde gefunden, mit denen wir Dinge unternehmen. Ostern waren wir zum Beispiel bei einheimischen Freunden auf deren Bauernhof und haben Lamm gegrillt. Einen anderen Abend finden wir uns unter einem Baldachin wieder. Ein großer Tisch mit tollen Menschen, viel zu essen, viel Wein, eine laues Lüftchen und in der Ferne hört man die Brandung vom Meer. Oder wir gehen auf einen "Schnack" zu Freunden von anderen Booten. Oftmals findet man uns auch in einem der Strandcafés in Portimao, oder im Restaurant "Farol" am Strand.

Strandspaziergang am Hausstrand


Ende dieser Woche kommt unser Boot an Land. Einige Reparaturen warten auf IKOKO und natürlich die langersehnten Verbesserungen am Rig. Deswegen haben wir uns für die zwei nächsten Monate eine Wohnung gemietet.

Ausflug nach Monchique. Wirklich sehr chique, dieses kleine Örtchen.






















Traumhaft schöner Spazierweg mit Wasserlauf im "Kurbad" Monchique

Und die ist aber so was von toll. Nicht im Sinne von "schön eingerichtet", das ist eher südländisch funktional. Aber die ganzen Begleitumstände sind ein Traum. Die Wohnung ist nämlich in einem Haus, in dem ein älteres portugiesisches Pärchen wohnt. Um das Haus herum gibt es ein riesiges Grundstück, dass ca. 200 m bis zum Strand reicht. Zufälligerweise haben die beiden zwei Hunde, was natürlich für Teddy ein Traum ist. Wir sind mit offenen Armen empfangen worden, und obwohl wir noch überhaupt nicht dort wohnen, sind wir schon Bestandteil der erweiterten Familie geworden. Wir haben dort zwar unsere abgeschlossene Wohnung, aber umschreiben läßt sich das eher mit "open house". Alles sehr angenehm.

Weniger angenehm ist die Entfernung zum Boot, dass ja dann während dieser zwei Monate an Land steht. 7 km sind das laut Google Maps. Da haben wir natürlich angefangen zu überlegen. Sollen wir uns für die Zeit ein Auto mieten? Das ist nämlich recht günstig hier. Oder sollen wir uns gar eines kaufen? Für beide Optionen waren wir dann letztendlich zu geizig. Jetzt ist aus dem Auto ein Fahrrad geworden. Wir haben ja eigentlich zwei Fahrräder an Bord, aber das sind halt nur Klappräder und 7 km mit Klapprad können ziemlich lang sein. Zumindest, wenn man fast jeden Tag hin und her fahren muss. Mit dem großen Fahrrad geht das wesentlich besser, und.... wir können es später sogar auf dem Boot verstauen. Jetzt haben wir drei Fahrräder an Bord :-).

Zwischendurch haben wir auch noch unsere zwei Geburtstag gefeiert. Den einen still und leise....

...und den anderen mit vielen Gästen an Bord. Zum Glück haben selbstgebackener deutscher Apfelkuchen und italieneischer Prosecco (Lidl Portugal hatte italienische Woche!!!) gereicht! :-)


Also, die nächsten zwei Monate sind geprägt von Arbeiten, um Geld zu verdienen und Arbeiten, um das Boot zu verbessern (und zu reparieren).

Hier werden wir am Freitag um 9 hr auch liegen und warten und hoffen, dass die Ikoko heile aus dem Wasser kommt.


Im Juli wollen wir dann endlich unseren Europatrip machen. Quer durch Spanien, Frankreich nach Italien. Vielleicht auch nach Deutschland. Dann ein wenig in Italien entspannen (endlich wieder mal Prosecco und Aperol Spritz!! - das gibt's nämlich in Portugal gaaaaaar nicht!! - dafür llllecker Sssssangriaaaaa *hicks*) und wieder zurück nach Portugal. Wenn alles klappt mit Kostas Mutter. Die hat unsere Ikoko nämlich noch nie gesehen und möchte unbedingt auch mal segeln gehen.

Auf jeden Fall werden wir bis Mitte oder Ende Oktober segeln gehen. Weitere Besucher haben sich angemeldet. Und was danach kommt, wissen wir auch schon. Darüber schreiben wir dann allerdings erst, wenn es so weit ist.

Liebe Grüße
Stefanie, Kosta & Teddy

Bis bald!