Umzug Aufs Boot Im Schnee

Wir haben es geschafft. Alle Dinge, die wir glauben, auf dem Boot haben zu müssen sind jetzt auch dort. Ausgepackt haben wir noch nichts. Nun stapeln sich Kisten im Salon und in unserem Spiegelsalon (der Gästekoje). 

Letzten Freitag haben wir unseren Leih-Transporter vollgepackt. Am Samstag morgen, bei herrlichem Sonnenschein ging es dann los. Auf nach Holland. 850 km in die richtige Richtung. Stau in Richtung Süden (Osterferien) und freie Straßen in Richtung Norden. 



Warum, war uns spätestens an der holländischen Grenze klar, als wir in einer herrlichen Mischung aus Schnee, Regen und viel Wind auf der Autobahn die letzten 200 km nach Kamperland fuhren. Da möchten wir auch keinen Urlaub machen. Ging aber dieses mal nicht anders und wir dachten uns, dass wir diese eine Nacht auch überstehen würden. 



Unsere Ikoko stand dann auch wie gewohnt in vollem Glanz in Ihrer Ecke. Kein Rost, kein nichts, außer ein paar vielen Blätter und Äste auf dem Deck.


Leiter aufgebaut und rauf ging es die 4 Meter ins Cockpit. Eisiger Wind im Gesicht, den neuen Petroleumofen unterm Arm sind wir gleich ins Boot gegangen und haben versucht mit zitternden Händen (Körper) Wärme ins Boot zu bringen. Das ging dann auch ganz gut, wenn da nur nicht der beißende Petroleumduft gewesen wäre. Egal. Hauptsache warm. In Lichtgeschwindigkeit haben wir uns mehrere Lagen Fleece angezogen und einen Plan gemacht. 



Wir räumen heute nichts mehr aus, sondern gehen erstmal etwas essen. Nach einer Flasche Wein ging es uns dann gleich viel besser und wir sind dann recht schnell unter alle Decken, die wir auf dem Boot hatten geschlüpft. Ging eigentlich ganz gut... nur die Nase wurde nicht richtig warm. 

Am nächsten Morgen war die Ikoko dann schön mit Schnee bedeckt. Der Wind heulte in den Wanten und eigentlich hatten wir überhaupt keine Lust nur eine einzige Kiste aufs Boot zu tragen. Half aber nichts. 2 Stunden lang dann Leiter hoch und wieder runter. Kiste um Kiste wurden in den dicken Bauch von Ikoko gestapelt. Irgendwann haben wir dann auch unsere Segelstiefel gefunden. Was ein Unterschied doch warme und trockene Füße machen. 



Das mit dem Dinghy aufs Boot tragen ging dann doch nicht. Der Hafenmeister kam dann noch und wir durften das Beiboot inklusive der Solarpanele in die Werkstatt stellen. 



Um Punkt Zwei sind wir dann abgehauen. Genug von Schneeverwehungen und Windstärke 8 bei Minusgraden. Das brauchen wir nicht wirklich. Die nächsten zwei- drei Wochen werden wir in Italien verbringen und warten, bis wir - zumindest tagsüber - konstant über 15 Grad haben. 

Aber schön war es irgendwie doch. :-).  Übrigens gibt es auf der "StoriesFromABoat" Facebook Seite noch ein paar Bilder. Einfach mal draufschauen und/oder "liken". Grüße vom Kosta. 

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