Wie fast immer in der letzten Zeit waren die letzten Tage an Land sehr geschäftig. Wir entschuldigen uns schon mal für die wenigen Berichte hier auf dem Blog. Wenn ihr zwischendurch wissen wollt, was wir gerade so machen... es gibt auch noch unsere facebook page.
Wir sind gerade auf dem Weg nach Italien, weil meine Mutter ihren 70igsten feiert. Für nächste Woche haben wir eine kleine Überraschungsparty mit vielen Ihrer Freunde organisiert. Wir freuen uns schon richtig darauf.
Jetzt aber die Neuigkeiten vom Boot. Sie schwimmt wieder, unsere Ikoko. Wir können Euch gar nicht sagen, wie glücklich wir sind. Es ist ein richtig tolles Gefühl wieder schwankenden Boden unter den Füßen zu haben. Alles sehr beruhigend. Aber eins nach dem anderen.
Endlich berührt der Kiel Wasser, nach fast 1,5 Jahren auf dem Trockenen. Rechts sieht man Ryjn, unseren Techniker, der uns so viel geholfen hat (und immer noch hilft).
Sie schwimmt. Wir sind sofort durch alle Systeme gegangen und haben erstmal geschaut, ob irgendwo Wasser reinkommt. Negativ. Alles bestens.
Unser grünes Dieselmonster ist zum Glück gleich angesprungen - naja, nach dem zweiten Versuch. Aber... ein Keilriemen hat gequietscht. Straff ziehen, dachten wir und das ganze ist gegessen. Nicht wirklich. Ryjn hat mal wieder andere Geräusche gehört. Die 24 V Lichtmaschine war etwas eingerostet und die musste nun erstmal raus. Mit meterlangen Schraubenschlüsseln haben wir dann das gute Stück nach 4 Stunden in der Hand gehalten. Ist halt alles eng auf einem Boot. Entrostet, geputzt, geölt und wieder eingebaut. Alles lief und wir sind gleich mal eine Testrunde auf dem Veerse Meer gefahren. Leider gibt es davon keine Bilder... aber ein paar kurze Videoclips, die wir demnächst mal hochladen werden.
Klingt alles ziemlich gut so weit. Nicht wirklich. Beim Testfahren mussten wir feststellen, dass eines unserer Kühlsysteme zu heiß wurde. Wir haben zwei davon. Das gewöhnliche zum Motorkühlen: Wasser von außen rein, kühlen und durch den Auspuff wieder raus. Das zweite System ist etwas komplexer. Wir haben einen Trimballasttank im Kiel. Da passen 400 Liter Wasser rein. Vom Motor gehen nun die Kühlungsrohre in diesen Tank (um gekühlt zu werden) und dann wieder zurück in den Motor. Irgendwie kühlen die aber nicht ab, sondern werden immer heißer.
Naja, irgendwie mochte keiner von uns dieses System so richtig. Nach einer Stunde Diskussion mit Ryjn haben wir uns entschieden ein etwas moderneres System zu installieren. Das sprengt zwar unser Budget ein wenig, aber eines haben wir gelernt. Wir haben zu wenig Geld um billige Dinge zu kaufen oder zu erhalten. Also weg damit. Der Motor ist für uns essentiell wichtig. Vielleicht nicht so sehr dort, wo man sowieso nur ankert... das kann man auch ohne Motor, aber an der europäischen Atlantikküste ist so viel los und wir müssen oft in Marinas... da muss man sich auf den Motor einfach verlassen können. Aber ansonsten läuft der liebe Mercedes Diesel ziemlich gut. Das ist die gute Nachricht.
Eigentlich ist das überhaupt nicht so schlimm. Der Eigner hat mich allerdings auf das Übelste beschimpft. Kann ich ja verstehen. Aber so etwas passiert halt mal. Zum Glück haben wir eine gute Versicherung und die wird das schon alles wieder in Ordnung bringen.
Etwas blöder ist allerdings, dass wir nun vor unserer Abreise nach Italien nicht mehr mit dem Boot üben konnten. Es könnte also sein, dass sich unsere Abreise aus Holland um zwei Wochen verschiebt. Im Grunde auch kein Problem. Wir haben ja Zeit. Solange wir Ende des Sommers südlich der Biskaya sind bin ich glücklich. Noch so einen kalten und nassen Winter mache ich nicht mehr mit.
Wir wünschen Euch eine tolle Woche. Übrigens. Tausend Dank für die vielen Likes und Kommentare auf unserer Facebookseite. Ihr seid echt klasse. Kosta und Stefanie.
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