Clang, hat es diese Tage bei uns gemacht, und zwar als wir das Vorsegel hochziehen wollten, damit wir mal wie ein Segelboot aussehen. Aus irgendwelchen Gründen, die nicht wirklich nachvollziehbar sind, hat sich das Fall (die Leine, mit der die Segel hochgezogen werden) gelöst und schwupps, war dasselbe im Mast verschwunden. Von oben nach unten. Ein Blick von unten im Boot in das Loch, durch das man in den Mast sehen kann, bestätigte unsere Befürchtung. Das Fall hing, bzw. lag traurig und in Schlaufen im Mast.
| von unten nach oben. Die Decke mit dem "Loch" des Mastes. |
| Blick von unten nach oben in den Mast |
Wir ließen das Fall Fall sein und beschlossen von nun an ein glückliches Seglerleben zu leben. Am nächsten Tag habe ich Stefanie wieder mal in den Mast hochgewinscht, um das Fall wieder einzufädeln. Auch mit viel durch das Loch gucken habe ich von unten keine Leine nach unten kommen sehen. Nach einer Stunde hatten wir genug. Die Sonne schien und so haben wir erstmal gegessen und nett im Cockpit gesessen und über den Laptop ein bisserl Wimbledon gesehen. Sehr schön das alles.
Eine weitere Entdeckung haben wir gemacht. Anscheinend hat eine Vogelfamilie unseren Mast als Zuhause ausgewählt gehabt (letztes Jahr?) und ihr Nest direkt am Fuss des Mastes auf unserem Deck gebaut - "im Mast". Wie die da reingekommen sind.... wir wissen es nicht. Eigentlich gibt es gar keinen Zugang an dieser Stelle. Außer vielleicht die Löcher im Mast, durch die o.g. Falle von innen nach außen gehen. Die sind aber so eng, dass ich geradeso meinen Finger reinstecken kann, um ihn dann nicht mehr herauszubekommen.
| Ein Teil des Nestes vom Mast. |
Nach einer Stunde hatten wir dann mit einer Klammer zwei Tüten voll mit Nest herausgezogen. Vögel waren da keine mehr drin... aber viele Federn und Eierschalen.
Ansonsten geht es uns fantastisch. Der Sommer ist nun auch hier angekommen. Nicht nur in Form von Sonne, aber auch von anderen "Boatern", die während der Sommerferien Urlaub machen. Was ein Unterschied das macht. Endlich können wir mal mit anderen Seglern quatschen. Uns geht es also rundherum sehr gut.
| Ikoko von oben in der Box. |
Während der nächsten Tage sollte auch unser Motor wieder gehen. Das Kühlsystem ist eingebaut und muss nur noch "verschlaucht" werden. Wenn wir dann das besagte Fall wieder im Mast haben kommen die Segel dran und wir sind fertig. Dann können wir endlich aufräumen und alles so organisieren, dass wir tatsächlich segeln gehen können.
Es schaut also so aus, als ob wir in den nächten 2- 3 Wochen losfahren. /k.
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