Übers Glücklich Sein

Als wir kürzlich in Italien waren und auf besseres Wetter in Holland warteten, haben wir ein wenig aufgeräumt, Dinge besser verstaut und alte Sachen wiedergefunden. Irgendwie ist es schön, Dinge zu finden, die man schon lange nicht mehr in der Hand hatte.

Unter anderem habe ich ein handgeschriebenes Büchlein über “Bahamian Sailing Crafts” wiedergefunden. Da geht es um die alten “Smack Boats” (Fischersegelboote). Das hatte ich vor vielen Jahren irgendwo auf den Bahamas gekauft. Im Inneren des Büchleins fand ich allerdings noch mehr. Eine lose Blattsammlung über “Buddhism Studies”. Ich weiß nicht so genau, wo das her kommt, aber die Inhalte sind wunderbar. Mehr dazu gleich. 

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Stefanie und ich haben uns letzte Woche über “Wohlstand” unterhalten.

Habt Ihr schon mal gehört, dass viele Politiker sagen, dass “Wohlstand” das oberste Ziel für das Glück eines Volkes sein sollte und uns damit immer die “Wohlstandskarotte” vor die Nase halten, wie man das bei Eseln macht? Das sind meistens die, die bald ein hohes Amt bekleiden wollen.

Wir fragen uns, was Wohlstand denn eigentlich ist? Geht es dabei um materielle Dinge? Um Sicherheit? Wahrscheinlich. Wenn Wohlstand bedingslos glücklich macht, dann sind wir es nicht... zumindest nicht bedingungslos und ständig. Irgendwie haben wir das Gefühl, dass das auch auf viele Menschen in unserem Umfeld zutrifft.

Kann dann Wohlstand das oberste Ziel für ein Volk sein? Wir glauben nicht. Vielleicht wird das Wort “Wohlstand” aber auch nur falsch interpretiert?

Innerlich und Äußerlichen glücklich sein?

In den buddhistischen Studien aus dem Büchlein von den Bahamas habe ich ein paar Ansätze über Glück gefunden, die meines Erachtens sehr gut mit der Karotte Wohlstand zusammenpassen. Das ist alles viel zu viel Text und ich habe deswegen versucht, dass Ganze mit einfachen Worten zusammenzufassen.

Wichtig ist zu wissen, dass man auf zweierlei Arten glücklich werden kann. Innerlich und Äußerlich (durch materielle Werte, wie ein Auto, Shoppen, Häuser etc.), wobei das Letztere nicht richtig glücklich macht.

Mit den innerlichen Glück ist das anders. Das kostet nichts und man kann mit ganz banalen Dingen anfagen. Zum Beispiel freundlich zu sein. Freundlichkeit gegenüber Anderen. Ein Lächeln, eine generell freundliche Einstellung oder Haltung bewirken Wunder. Auch durch Harmonie kann man glücklich werden. Wenn man Anderen mit Respekt und Höflichkeit gegenübertritt, kann man Herausforderungen recht leicht lösen.

Wann habt Ihr zu Letzt die Kassiererin an der Supermarktkasse angelächelt oder Touristen in Eurer Stadt ohne Aufforderung Hilfe angeboten?

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, was das mit Wohlstand zu tun hat?

Wohlstand kommt ganz automatisch, wenn man glücklich ist, anderen Menschen hilft, ohne etwas zurück zu erwarten, freundlich ist und sich generell so verhält, dass man jedem Menschen mit Respekt gegenübertritt. Gibt man etwas, so kommt es wieder zu einem zurück. Nicht unbedingt von der Person, der man etwas Gutes getan hat... aber mit Sicherheit kommt es zurück.

Eine Lösung für mehr Wohlstand könnte also sein, den Wohlstand nicht an die erste Stelle zu setzen, sondern Wohlstand als Ergebnis von Freundlichkeit, Passion, Helfen und Harmonie zu betrachten?

Und was machen dann die Politiker – wenn das mit der "Karotte Wohlstand" vor unserer Nase nicht mehr funktioniert?

Denkt mal drüber nach, was Wohlstand für Euch bedeutet und ob es Euch glücklich macht? Übrigens könnt Ihr hier unten auch einen Kommentar hinterlassen... falls Euch danach ist. Viele Grüße vom Kosta. 

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