Wir sitzen gerade im Salon, auf unseren neuen Polstern. Draußen heult der Wind und es regnet ganz gewaltig. Hier drinnen ist es super warm und wir sind so richtig glücklich. Wir machen heute einfach mal einen halben Tag frei und kümmern uns ein wenig um eMail, Facebook & Co.
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| Happy!!! |
Das mit dem Internet hat die letzten zwei Wochen nicht so richtig funktioniert. Zumindest auf dem Boot. Das Signal vom Marina Office reichte einfach nicht bis hier her. Gestern haben wir dann die neue WIFI Antenne ausgepackt und installiert. Kosta hat Löcher gebohrt, Kabel durchs Boot gezogen, Deckenverkleidungen abgeschraubt und Stecker gesteckt. Jetzt funktioniert unsere "TheWirie". Die ganze Aktion hat keine Stunde gedauert (wohl aber die gedankliche Vorbereitung über das wie und wo installieren). Auf jeden Fall wird das Signal vom Marina Office nun sagenhaft verstärkt und wir haben auf und im dem Boot vollen Ausschlag. Alle Geräte synchronisieren gerade :-).
Was haben wir seit unserer Ankunft vor zwei Wochen gemacht?
Unsere Ikoko hat uns mit einer Fülle von Kisten erwartet. Das ganze Zeugs, dass wir vor 4 Wochen im Schnee aus dem Transporter einfach in den dicken Bauch unserer Lady gestapelt hatten. Ganze zwei Tage haben wir ausgeräumt, umgeräumt, weggeräumt und einfach nur geräumt. Gar nicht so einfach auf einem kleinen Boot.
Am dritten Tag haben wir dann das erste Projekt begonnen (und fertig bekommen). Wir wollten unbedingt die Liegefläche in unserem "Schlafzimmer" vergrößern, damit unsere Matratze dort auch hin passt. Die alte vom Boot war einfach zu schlecht und klein. Dafür mussten wir eine ganze Menge Holz wegschneiden, schleifen, sägen, hobeln und viel Staub wegsaugen. Am Abend war es dann vollbracht. Jetzt schlafen wir sehr großzügig auf Memory Foam und 2 x 1,80 x 1,50 Metern. Am nächsten Tag haben wir dann noch unsere Lounge Ecke / Gästekoje aufgeräumt. Sehen könnt ihr das auf den nächsten zwei Bildern.
| Lounge und Gästekoje |
| Unser Schlafzimmer im Umbau! |
Was haben wir sonst noch so gemacht? Eine klappbare Erweiterung für unseren Tisch im Salon haben wir gebaut. Ganz im Ikoko Farbschema. Die vorherrschenden Farben hier sind nämlich Grün, Grau und Braun.
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| Frühstück am neuen Tisch! |
Unsere elektrisches System haben wir erforscht. Das hat schon was... diese ganzen Kabel, die hinter der kleinen Klappe am Navigationstisch zusammenlaufen. Im Grunde ist es ganz einfach. Einen neuen Schaltplan haben wir gemalt, damit wir die neuen Geräte, die das Herz unser Installation darstellen einbauen lassen können. Ein hypermodernes Ladegerät, ein Batterie zu Batterieladegerät und einen kleinen Kasten, der uns vor galvanischer Korrosion schützen soll. Alles böhmische Dörfer? Macht nichts. Im Grunde nur alles Geräte, die unseren Strom richtig managen.
Und dann haben wir noch viel Gedanken in die Lagerung unserer Werkzeuge und Maschinen gesteckt. Die brauchen wir in den nächsten Wochen recht häufig. Da fragt man sich dann, wo die denn alle so rumstehen, während wir auch auf dem Boot leben. Kreissäge, Stichsäge, Schleifer, Bohrmaschinen, Dremel, Hobel und Sägen, Schraubenzieher, Zangen, Kabel, Stecker und zahllose Kleinteile. Die leben jetzt erstmal in der Lounge. Mal sehen, wie das so funktioniert.
Dann sind wir noch ziemlich wild in der Gegend rumgefahren. Auf der Suche nach Geschäften für Marinebedarf. Da gibt es diese Hochglanzläden, die viel zu teuer sind... aber leider auch gut sortiert. Und dann gibt es hier auch diese kommerziellen Fischerhäfen. Die haben auch Geschäfte. Da sind wir erstmal hingefahren und haben uns das angesehen. Chaotisch wäre untertrieben. Allerdings haben die alles, was wir brauchen. Gute Qualität, Fachwissen und ziemlich gute Preise. Unser Motto: Was ein Fischer für sein 50 Meter Offshore Trawler kauft, kann für uns nicht schlecht sein.
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| Shoppen kann ganz schön anstrengend sein! |
Der Plan für die nächste Woche:
Unser Steuersystem wird wieder zusammengebaut. Die Luke im Bad wird eingebaut, damit wir dort auch mal lüften können :-). Am meisten Zeit wird in die Elektrik gehen. Die wichtigen Dinge lassen wir vom Fachmann einbauen. Ist uns irgendwie sicherer. Dafür bereiten wir viele kleine Dinge vor. Wir bohren neue Löcher, verlegen Kabel, bauen Navigationsteile ein und bereiten eben alles vor.
Ein weiteres Projekt, dass wir morgen anfangen, ist die Reinigung vom laufenden Gut. Das sind alle Leinen am und um den Mast herum, die wir zum tatsächlichen Segeln brauchen. Über das letzte Jahr habe die recht viel Moos angesetzt. Deswegen werden die gebadet und sollten dann wieder schön geschmeidig durch die Hand laufen.
Wir schätzen mal, dass das alles noch 2- 3 Wochen brauchen wird. Danach fangen wir mit dem Rumpf an. Ein paar Stellen am Rumpf müssen noch mit Epoxy Filler bearbeitet werden. Das ist eine Art Spachtelmasse, die den Stahlrumpf vor Wasser und damit Rost schützten soll. Auf den Filler kommt noch eine graue Farbe drauf, die sich Primer nennt. Wenn wir das haben (ca. 3 Tage), dann können wir das Antifouling auftragen. Wenn wir sehr konservativ rechnen, sollten wir Ende Mai ins Wasser kommen. Die Ikoko natürlich.
Ansonsten geht es uns super gut. Wir finden Holland so was von klasse und fühlen uns echt wohl hier. Nächstes Wochenende testen wir vielleicht mal unser Beiboot. Wir haben nämlich mittlerweile einen Außenbordmotor gekauft. Mehr davon dann beim nächsten mal.
Übrigens. Wir haben ein paar Bilder der letzten beiden Wochen auf unsere Facebookseite gestellt. Schaut doch mal rein. Gerne könnt Ihr die Seite auch "Liken". Grüße vom Kosta und der Stefanie.



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