Ja, da sind wir dann nun endlich in
Spanien, der warmen Verheißung, angekommen. Und sind nicht
enttäuscht worden.
Am Morgen nach der Biskayaüberquerung sind wir gleich hinter dem Wellenbrecher in die Marina von A Coruna eingelaufen. Hatten einfach keine Lust mehr und
auch keine Nerven, länger nach einem passenden Hafenplatz zu suchen.
Da war der erste auch gleich der Beste. Teuer (Rekordpreis von 42€
pro Nacht!!) aber was soll's. Das haben wir uns verdient!!!! Strom
geht zwar auch noch extra mit € 2,80 pro Tag. Egal. Ich will Strom
und meinen Laptop laden :-) Und endlich schreiben, was wir so erlebt
haben in den letzten Tagen und Nächten.
Es war Freitag 9 Uhr. Kosta musste
erstmal schlafen. Viel und lange. Hat er auch gemacht, nachdem wir
uns im Hafen angemeldet hatten. Ich habe versucht mich im
Hafen-Internetz anzumelden. Hat natürlich nicht geklappt. Bin dann
auf dem Steg umher gewandert und hab bei einem deutschen Schiff
geklopft und gefragt, ob die sich auskennen. Philipp gab mir gerne
Auskunft und natürlich kamen wir ins Gespräch. Bin ja neugiereig,
was andere so machen und warum :-) Er ist mit Onkel und Tante auf
deren Schiff über die Biskaya. Die wollen eine ähnliche Tour
machen, wie wir. Haben das Boot auch gerade in Rotterdam gekauft,
kennen es noch nicht so gut und die gingen auf Nummer sicher und
haben für die Biskaya die Crew erweitert. Philipp und seine Mutter
waren dann dabei. Allerdings ist die „MARELIBERUM“
auch noch ein paar Meterchen länger und ist allein kaum zu
beherrschen. Und schon gar nicht auf der Biskaya und erst recht nicht
nachts.
Nun gut, das Internetz lief, ich lief
zurück und prompt in ein anderes deutsches Boot am Nachbarsteg. Die
WIDU 05 mit Horst und Christiane, seiner Schwester. Das Boot ist etwas
kleiner, kommt aus Lübeck und Horst will über den Atlantik und
wieder zurück. Wieder daheim krabbelte Kosta auch schon wieder aus
der Koje, ganz verschlafen, mein Süßer. Lugte aus dem Niedergang
heraus, sah weiter und sprach, da kommt die Nikita!!! Gibt's doch
nicht. Ich hock den ganzen Tag und schau und guck und schreib und er
wirft einen Blick und schon sind sie da! Ja, sie waren es. WIE SCHÖN,
sie haben die Biskaya auch bezwungen!!!
So, dann gab's Abendbrot typisch
spanisches Essen: Pasta mit Tomatensauce, Parmesan und Basilikum.
Natürlich alles frisch! :-) hhhhmmm, herrlich lecker. Und dann
wieder ab in die Koje. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen
der Entspannung und Entdeckung. Wir haben einen kleinen Ausflug in die
Altstadt gemacht. Inbegriffen der kleine Yachthafen mit auch etwas
größeren Schiffchen.
| Viele Kreuzfahrtschiffe besuchen A Coruna. Alleine in der Woche, in der wir da waren, haben wir 3 Stück gezählt. |
| Das Rathaus von A Coruna. Sehr beeindruckend |
| Abfallsystem. Mögen wir, weil der Müll unten drunter ist. |
| Coole Fahrradständer |
| Da hatte wohl eine(r) viel Zeit zum häkeln |
| Die Herbertstraße von A Coruna. Ziemlich klein allerdings. |
Tja, und wer das nicht kapiert, ist
selber schuld. Und da sach noch einer, in Deutschland herrscht der
Schilderwahnsinn. ABER - der Fußweg ist so schön ungemütlich
gepflastert, dass die Radfahrer freiwillig auf ihrem Weg fahren:
Jetzt gönnen wir uns mal ne Pause. Kosta Kaffee, Stefanie Bier :-) ....
... und schauen uns da große
Kreuzfahrtschiff etwas näher an. Und da gibt es tatsächlich einen
wahnsinnig riesigen Bildschirm, der den ganzen Tag läuft und
deutsches Fernsehhprogramm zeigt.
Da liegen die im Urlaub im Liegestuhl
an Deck eines teuren Kreuzfahrtschiffes und lassen sich von der
billigsten und blödesten Volksverdummung beschallen!!!! Wie bekloppt
muss man da sein, um dafür auch noch Geld zu bezahlen???????
Dann begaben wir uns langsam zurück
„nach Hause“ zum Boot.
Natürlich schlängelten wir uns durch
kleine Gassen und da liefen schon ziemlich schick gekleidete Menschen
an uns vorbei und ich ahnte - Kosta befüchtete - schon, was kommt.
Eine kleine Kirche stand da plötzlich vor uns und davor eine kleine
Gruppe Menschen in feinem Stöffchen. Eine Hochzeitsgesellschaft
wartete – worauf? Na auf die Braut. Die einen vor der Kirche, die
anderen an der Seite im Bistro :-) man muss die Zeit ja nutzen :-)
Und da konnte ich natürlich nicht ohne Weiteres vorbei gehen, ja
Kosta mußte sogar gaaaaaanz lange warten. Nämlich so lange, bis die
Braut kam. Die war Gott sei dank auch recht pünktlich. Übrigens
fand das Ganze am Abend statt. Um 18 Uhr gingen dann auch fast alle
in die Kirche:
| In der Bar neben an gab es den Aperitif. |
| Viele schicke Hüte |
| oder Bänder als Hut |
| Eine heiße Braut |
| Viele davon... |
| Schwiegermütter |
| Und dann tatsächlich die weiße Braut |
| Hammer Schuhe |
Am Abend haben wir uns dann ins Dinghy
gesetzt und mit Inna und Niko von der NIKITA einen Ausflug an einen
Strand gemacht. Nun, so einfach war das nicht, weil die Bucht von A
Coruña recht felsig ist. Da hätten wir uns beinahe das Gummiboot
aufgerissen. Aber nach langem Suchen haben wir dann doch noch ein
feines Plätzchen gefunden. Die Sonne war dann aber auch bald weg.
Egal, wir haben trotzdem alles Mitgebrachte wie Oliven,
Serranoschinken, Baguette, Chorrizo und San Miguel und Rioja
standesgemäß genossen.
| von links nach rechts. Kosta, Stefanie, Inna, Niko |
Der Sonntag ward noch ruhiger begangen.
Genauer gesagt haben wir faul auf dem Boot rumgehangen. Kosta hat ein
wenig an der Elektrik herumgebastelt und eine kaputte Sicherung
gefunden. Niko schaute auch noch kurz vorbei und zumindest haben sie
die Solarpaneele zum Laufen gebracht. Jetzt sind wir komplett
autark. Cool!!
So, das ein kurzer Überblick über
unseren Alltag in A Coruña.
Und mittlerweile sind wir bereits in Portugal. Über unsere Fahrt hier her und einer Woche vor Anker in den Rias dann später mehr. Wir bleiben hier ein paar Tage, weil stärkerer Wind vorhergesagt ist und wir doch Porto ganz intensiv anschauen möchten. Vor allen Dingen den Portwein :-).
Hasta mañana
stefanie.
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