Hommage An Porto

Porto hatten wir nun überhaupt nicht auf unserer mentalen Landkarte. Die Stadt lag nun mal so auf unserem Weg und außer, dass es dort den Portwein gibt, hatten wir keine Ahnung, warum wir dort hin sollten. Lissabon klang da schon viel besser. 


In einem kleinen Reiseführer lasen wir dann folgendes:

"Als eine Stadt, die voller Licht und Wärme ist, kulturell und geschäftlich gleichermaßen wichtig ist, offen und generös gegenüber seinen Bewohnern und Besuchern ist, hat Porto einen Charme, den nur Städte besitzen können, deren Geschichte sich über mehrere tausend Jahre erstreckt. "



Wie wahr, wie wahr. Porto saugt dich auf, lässt leben und fühlen. Enge Gassen, die sich entlang sanfter Hügel schlängeln, breite Prachtstraßen, Parks, Menschen in Anzügen, Studenten aus aller Welt, Reisende, Bettler, Künstler... alle Menschen scheinen in Porto in Harmonie ein Lächeln im Gesicht zu tragen. Die Stadt heißt dich willkommen, mit allem was sie zu bieten hat. Und das ist echt viel. 

Wenn man auf der hohen Eisenbrücke steht, und in das Flußtal des Douro schaut, fängt man an zu träumen. Auf der einen Seite reihen sich die Stammhäuser der Weingüter des Portweins. Ferreira, Sandemann, Churchill und Co. Schiffe, die früher zum Transport der Portweinfässer im Einsatz waren, transportieren heute die Menschen über den Fluß. Dann Porto gegenüber. Die alte Dame. Bunte, mit Ziegeln gedeckte Häuser, groß und klein, die den Berg hinaufzuwachsen scheinen. Im Hintergrund sieht man das satte Grün der Weinanbauregion "Douro". Die Weine von hier schmecken hervorragend. Der Portwein übrigens auch. 

Wir schlendern durch die Gassen und lassen uns berieseln, von Menschen, Architektur, Düften und Eindrücken. Wir schmecken Portwein bei Ferreira, wir trinken Kaffee in der heimischen Rösterei "Café Christina", wir stöbern in kleinen Geschäften, bestaunen die alte Dame, Porto. Wir werden nicht müde und wollen wiederkommen.

Euer Kosta

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Das erstmal als Einleitung. Und hier kommt der Bericht von Stefanie im Detail mit ganz vielen Fotos:

So, heute geht’s nun wirklich und endlich nach Porto. Auch wenn wir Porto gar nicht so auf unserer „unbedingt-sehen-müssen-Liste“ haben, kamen wir nicht umhin sie zu besuchen. Denn als gelernte Gastronomen ist der Portwein ja Prüfungsfrage! Also rein ins Gewühle. Von Leixoes geht ein Bus direkt vor der Haustüre der Marina bis in die Stadt oder auf halbem Wege aussteigen und mit der Straßenbahn weiter. Wir haben beides ausprobiert. Kosten sind in etwa ähnlich. Nämlich 1,80€ pro Fahrt und Person!!!!!! Also beim ersten mal dann die Tram. Zuerst ging es durch den nächsten Vorort Matosinhos und dann kam schon Porto. Uih, was gibt es da alles zu sehen!!


Markt mitten in Porto










Porto = auch Fußball. Am Stadion waren wir übrigens auch




In jedem guten Geschäft zieht man eine Wartenummer; wir haben bei Vodafone eine SIM-Karte gekauft. Da haben wir zusätzlich 1,5 GB Datenmenge für einen Monat für 16€ irgendwas. Falls das Marina-WiFi nicht richtig funktioniert oder wenn man unterwegs ist und sooooooo uuuuuuuuuunbedingt ins Internet muss, weil man soooooooooooooooo uuuuuuuuuuuuunbedingt was posten oder schreiben oder nachschauen muss :-)

Na, ob die rechtzeitig ankommen mit dem Feuerwehrauto?


Das Rathaus? Wir wissen es nicht mehr so genau... aber schön auf alle Fälle. 

Das neue Semester beginnt und die Stadt ist voller Studenten ganz in Schwarz und Gelb





Wunderschöne Straßen, Kirchen, Häuser und vor allen Dingen die
alten Straßenbahnen. 

Nur wer grün ist, darf gehen. Und das für ganze 19 Sekunden lang. 

Es wird gewerkelt in Porto. Wir haben sehr viele Projekte für eine bessere
Infrastruktur gesehen. 

Huch, was für ein ungehöriger Sitzplatz!!!

Der Douro Fluß mit Blick auf das gegenüberliegende Ufer mit allen Portweinherstellern







Die eiserne Brücke Ponte Dom Luís I; zweistöckig– gebaut vom belgischen Unternehmen Société de Willebroeck, designt von Herrn Seyrig- nicht von Herrn Eiffel!!!!!, diese beiden Herren hatten allerdings schon vorher die 500 m weiter entfernte Ponte Maria Pia entworfen und gebaut. Wohl mit demselben Stahl wie auch der Eiffelturm erbaut wurde....wahrscheinlich wäre der Turm noch höher geworden, hätten die Portuenser nicht noch eine Brücke bestellt.... :-)




so kann man den Rio Duoro auch genießen.

Zeichen

wunderschönes Restaurant... aber nicht ganz billig. 







da hätte ich am liebsten den Portwein gekostet und gekauft 5157;

alles aus Kork ist der Verkaufsrenner in Porto

Sogar Schuhe gibt es aus Kork

und hier kann man ganz vorzüglich Portwein kaufen

portugiesischer Knopfladen

Bahnhof von Porto. Mitten in der Stadt, mitten in den Berg gebaut. Die Züge kommen durch einen Tunnel
in den Bahnhof. Ziemlich klasse. 

und noch eine "blaukachel" kirche

hier ein paar ganz besondere Exemplare der popularis portugensis:




So, das war der erste Tag. Wir waren ja recht planlos in diese Stadt gefahren und hatten so gar keinen Überblick, was, wo zu besichtigen ist. Außerdem haben wir ja das andere Ufer des Duoro mit den Portweinkellereien gar nicht gesehen. Als ging es drei Tage später wieder nach Porto. Dieses Mal mit dem Bus. Der heizte dann durch das Industriegebiet über die Autobahn an den Einkaufszentren hin, vorbei am botanischen Garten und der Musikhalle zur Endstation in der Nähe der Buhhandlung Lello. Super Ausgangsplatz. Aber erstmal wieder einen Kaffee....und dann wieder ab ins Gewühle.




Die berühmte Buchhandlung Lello – in der man keine Foto smachen darf :-)


Kleine Auswahl an portugiesischem Gebäck – mmmmhhhh leckerschmecker!

Also dann, rübber über die Brücke und zum anderen Ufer, um sich von den Gaumengelüsten der Portweindegustation verführen zu lassen.....oder so ähnlich.

Aber zu welcher sollen wir gehen? Gibt ja an die 60 Kellereien. Na, erstmal das Ganze wirken lassen, ein wenig herumspazieren und sich dann in Ruhe niederlassen, um sich ein kleines Sandwich oder Brötchen zu Gemüte zu führen. Da fanden wir dann auch ein kleines „Café“- wie wir später erfuhren heißen dieses „Tasco“. Man konnte draußen sitzen. Sehr schön. Und ruhig war es auch noch, weil es hinter der Hauptstraße lag und die ganzen Touris da gar nicht hinschauten. Uns nur recht. Also dann Wein, Wasser und Sandwich und – eine Empfehlung des Chefs – ein Bifana-Brötchen. Frisches Schweinefleisch – ähnlich wie Kebab geschnitten – auf einer Semmel. Kosta war ganz hin- und weg. Kamen dann noch ins Gespräch mit dem Wirt und er spendierte noch einen Teller „Jamon“ und am Ende noch zwei Espressi. Mei, was ging's uns gut!!! Und der Gipfel dieser ganzen Geschichte: Der Wirt/Inhaber heißt Riccardo! Komisch, oder????




Er empfahl uns dann noch die Kellerei von Ferreira, weil dort die Keller noch ursprünglich seien und nicht so modern. Ok, gesagt, getan und hicks, schon waren wir in einer illustren Truppe von Touris, die sich halb engagiert, halb gelangweilt der netten lispelnden Tour-Guide-in durch die Gänge und Keller folgten. Was hab ich mir merken können? Nun, viele Anbaugebiete hat Ferreira, die ältesten seit 18xy bestehend. Drei Sorten gibt’s. Eine Doña Antonia ist die Herrscherin des Anwesens gewesen und nach ihr ist eine Sorte benannt. In den Eichenfässern aus dem Gebiet reifen die Weine je nach Qualitätet Monate bis Jahre, es wird 77%er zugekaufter Brandy hinzugefügt und das macht dann den Portwein aus. Den einen Portwein muss man nach Öffnung der Flasche innerhalb von drei Monaten trinken, bei dem anderen kann man sich sechs Monate Zeit lassen. Ach, lest doch alles bei Wiki oder Google nach....

Ich konnte ja auch nicht so viel zuhören, musste ich doch fotografieren!!! :-))

Nach der Führung gab's dann endlich den Portwein. Einen roten und einen weißen, schön gekühlt und hicks, weg war er. Ist verdammt lecker, das sach ich Euch!!! Haben dann auch eine Flasche weißen Doña Antonia gekauft. Dann schlenderten, taumelten, schwebten wir glücklich und langsam wieder zurück zur Brücke. Dieses Mal ging es unten rum rübber. Und da kam uns dann die Zanhradbahn sehr entgegen. Ganze 2€ kostet eine Fahrt pro Person! Und dafür eine Stunde bergwandern gespart. Irre, was!? Oben angekommen hat Kosta uns dann ganz souverän wieder zurück zur Bushaltestation geführt. Kosta ist nämlich seit neuestem mein Tour- und City-Guide!!! :-) Und da stand auch schon der Bus, wieder nur 1,80€ bezahlt und zurück ging die abenteuerliche Fahrt zurück zur Marina.


Mann, was für ein aufregender, spannender und interessanter Tag!!!!

Eure Maschinistin

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